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Nouvelle-Aquitaine

  • Autorenbild: roehlprojekt
    roehlprojekt
  • 13. Okt. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Gestern fuhr ich von Quiberon etwa 540 km bis nach Cap Ferret . Dabei habe ich von Royan nach Vernon die Fähre genutzt, andernfalls wären es einige Kilometer mehr gewesen.

Dabei bin ich in einer neuen Region von Frankreich gelandet, derer es hier 18 insgesamt gibt. Für die Region Nouvelle-Aquitaine ist Bordeaux die Regierungshauptstadt. Bordeaux liegt etwa 85 km von Cap Ferret entfernt, doch sollte man mehrere Tage für einen Besuch der Stadt einplanen. Auf meinem Besuchsplan war Bordeaux jedenfalls für dieses Mal nicht vermerkt.

Zeltplatz direkt am Cap gibt es nicht und so bin ich erstmal auf einem Parkplatz, wo auch schon andere Womo's standen, gestrandet und hab dort übernachtet. Der Blick auf Archachon mit vielen zum Teil trocken liegenden Booten(Ebbe):

Zum Cap Ferret bin ich auf Empfehlung meines 82jährigen Stellplatznachbarn an der Loire gefahren. Der sagte, dass nur von Cap Ferret die wahre Dimension der größten europäischen Wanderdüne zu sehen wäre. Gestern Abend war ich allerdings ein wenig enttäuscht, da von meinem Platz aus kein so guter Blick zu erhaschen war.

Noch dazu kam, dass die Wasserpumpe plötzlich nicht mehr funktionierte. Das hatten wir ja schon mal auf dem Weg nach Köln und mussten die Pumpe tauschen lassen. Diesmal war es glücklicherweise nur eine Sicherung.

Der Abend verlief also in Selbstverpflegung mit Käse, Tomaten und Walnussbrot. Getränke: statt Tee( weil kein Wasser) alkoholfreier Gin-Tonic. Auch nicht besser, wird manch einer der geschätzten Leser sagen.

Der heutige Morgen begann stimmungsvoller mit einem schönen Sonnenaufgang und dem Tausch der Sicherung.

Mit dem Pott Kaffee in der Hand konnte das Leben beginnen.

Also Fahrrad geschnappt und direkt bis vor zum Pointe de Cap Ferret gefahren, von dort aus dann zu Fuß an den weitläufigen, fast menschenleeren Strand.

Auf dem Weg dorthin eine große Gruppe junger Menschen, bewaffnet mit Teleobjektiven und Feldstechern, auf der Düne von Cap Ferret. Es stellte sich heraus, dass es sich um Studenten handelte, die eine Vogelzählung durchführen.

Am Strand dann selbst vielleicht 10 Menschen zu sehen, verteilt auf, ich weiß nicht, wieviele 100m....

Aber ein Mann mit Sandharke...spanischer Künstler....der Muster in den Sand zeichnet. Sein Name: Quirze. Die Bilder werden dann per Drohne aufgenommen und gepostet. Allerdings hatte er sich wohl nicht getraut, die Drohne aufsteigen zu lassen, weil zu Beginn des Tages Hubschrauber und Jets im Tiefflug in der Nähe flogen.

Diesmal hat er Zeichen für Zahlen des Volkes der Apachen gezeichnet. Er will mit seiner Aktion auf das vergängliche Leben und auf den Umgang mit Leben und Umwelt hinweisen. Er hatte einen Strandabschnitt am Cap gewählt, wo alte Luftschutzbunker der deutschen Marineartillerie im Wasser liegen und nach und nach vom Meer eingesogen werden.

Ich bin dann weiter bis zur echten Spitze des Cap Ferret gelaufen und hab von dort die Düne Du Pilat fotografiert. Sie ist die höchste europäische Wanderdüne und soll eine Höhe von 110m haben.

Natürlich konnten mich auch Warnschilder, dass der Strand nicht überwacht wäre, nicht davon abhalten, in die Fluten zu springen. Ich kann aber die Hinweise der Warner bestätigen, dass die Kraft des Meeres nicht zu unterschätzen ist.

Zum Ausklang des Tages noch ein wenig Farbe im heutigen Blog, ihr werdet die Pflanzen sicherlich erkennen.


 
 
 

2 Kommentare

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Rüdiger Pipial
Rüdiger Pipial
14. Okt. 2023

Na, Peter, so schön isr Frankreich. Wie ist es so, frei zu sein,am Morgen zu entscheiden, wie der Tag sein soll. Oder so ganz alleine eine Dühne zu betrachten? Schön sind die Hinweise der Anderen. Wir fahren gerade nach Rostock zu einem Geburtstag, viel Spaß. Pumpensicherung durch, da muss doch die Pumpe zu viel Strom gezogen haben, was hängt noch an der Sicherung¿

Wie wäre es denn mit einem Glas Bordeaux in der Abendstunde...

Viel Freude weiterhin lgrüdiger


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roehlprojekt
roehlprojekt
22. Okt. 2023
Antwort an

Keinen Alkohol !

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