Festival „Film Britannique“
- roehlprojekt

- 7. Okt. 2023
- 3 Min. Lesezeit
Mein Plan war, auch nach Jersey zu fahren und die Insel zwei Tage mit dem Rad zu erkunden. Aber die Zeichen für die Umsetzung standen diesmal nicht so gut.
Meine Idee war, mit dem Bus überzusetzen, doch der als letztes geöffnete Campingplatz schließt morgen. Und ohne Voucher, kein Transfer. Wildes Camping ist auf der Insel nicht gestattet.
Also mit dem Rad übersetzen, Bus bleibt in Saint Malo. Übernachtung per AirBNB oder im Hotel wäre möglich gewesen. Doch wohin mit dem Bus? Alle Parkautomaten, und davon gibt es wirklich reichlich in Saint Malo, um nicht zu sagen-überall- geben für max. 8h ein Ticket raus. Vielleicht hätte ich noch irgendwo einen Platz ohne Automat gefunden.....den hätte dann sicher auch schon jemand anderes vor mir entdeckt.
Neue Entscheidung: Badetag einlegen. Dazu zuerst auf einen Campingplatz, um sich dann auch das Salzwasser abspülen zu können. Machte mich also auf den Weg nach Dinard(kleines Städtchen etwa 30 min von Saint Malo entfernt), Campingplatz etwas am Rand direkt am Meer gelegen.
Als ich ankam, begrüßte mich das Schild" complete". Ich zur Rezeption und sehr höflich nachgefragt. Aber die junge Dame konnte mit meinem Charme nichts anfangen und verhalf mir zu keinem Platz.
Aber ich konnte den Bus erstmal stehen lassen und fuhr mit dem Rad auf Umwegen ins Zentrum. Ich wollte gern am Meer entlang fahren und fand auch einen Weg. Allerdings war dieser nur 1,2m breit und schlängelte sich an der Felsenkante unterhalb der ganzen Häuser, die direkt auf Kante gebaut waren, entlang. Bei Flut ist der Weg nicht zu begehen oder man muss damit rechnen, dass es dann ein nasser Spaziergang wird.
Also Rad schieben, vorher noch schnell ins Meer. An einer Stelle, ein bebauter Felsvorsprung, fällt mir folgendes ins Auge:

Ein Stein auf einem scheinbar abgestorbenen Baum.

Einmal um den Vorsprung herum und von einer höheren Position fotografiert, sieht es immer noch wie ein Stein auf einem abgestorbenen Baum aus. Die interne Gedanken-und Fragemaschine ist schon in vollem Gange....was meint ihr zu sehen?
Irgendwann wurde der Weg dann so breit, dass man wieder radeln konnte. Irgendwann erreichte ich den sogenannten "Main Beach" von Dinard. Dort fielen mir beim Vorbeifahren die Umkleidekabinen auf, da die Türen Namen trugen. Zuerst dachte ich, es gibt hier Besitzer der Kabinen, die sich mit ihrem Namen verewigt hatten. Die ersten Namen sagten mir nichts, deshalb diese Schlussfolgerung. Aber dann entdeckte ich Namen von Künstlern wie Jane Birkin oder auf Kabine 1 den Namen Roger Moore.

Und so erfuhr ich dann auch, warum dort diese Namen prangen.
Seit 1989 findet jedes Jahr in Dinard das Festival " Film Britannique" mit Kurz - und Fantasiefilmen statt. Und auf den Türen der Kabinen haben die Namen der jährlichen Jurypräsidenten Verewigung gefunden.
In Dinard bin ich durch die Stadt geschlendert, war auf einen riesigen Markt, wo vor allem Frauen u.a. mit Begeisterung Klamotten kauften( naja, das Angebot war auch nicht mit dem Angebot auf Potsdamer Wochenendmärkten vergleichbar). Natürlich gab es dort auch Lebensmittel von Aprikose über Huhn, Muscheln bis hin von Zutaten in Form von Gewürzen. Wusstet Ihr, dass die großen Muscheln beim Verkauf immer paarweise aneinandergeschlagen werden, um keine leeren zu verkaufen?

Man beachte dabei die Ausgabe des Erotik-Rums( zweiter von links).
Mit Begeisterung habe ich mir die für die Bretagne typische Architektur angesehen.
Aber auch die Landschaft fasziniert und macht Lust auf mehr.

Zu guter Letzt war ich lecker Dorade essen. Anschließend ging es zum Bus zurück, um noch mal baden zu gehen, ein wenig in der Sonne zu liegen und zum nächsten Campingplatz zu fahren.
Alles bis auf den Campingplatz ist in Erfüllung gegangen. So stehe ich heute wieder frei, am Rand des Städtchens Paimpol, aber direkt am Meer.



Ja, Peter so ein wunderbares Leben. Zu schön, der Zeit Zeit zu geben. Lass dich weiter treiben. Und, wie sehen die inneren Gedanken aus? Lgrüdiger