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Der Champagnerkorken

  • Autorenbild: roehlprojekt
    roehlprojekt
  • 5. Okt. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Ich weiß, ich bewege mich hier jetzt auf einem Terrain, über das der eine oder auch andere der geschätzten Leser meines Blogs weit mehr Bescheid wissen als ich.

Trotzdem gehe ich das Thema jetzt an, denn natürlich ist es für Kenner der Materie ein wichtiges Detail bei der Champagner-Herstellung. Das Material für den Korken wird schon seit dem 17.Jahrhundert aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Der bereits gestern erwähnte Benediktinermönch erkannte 1680, daß Kork besser als behandeltes Holz im Flaschenhals hält. Dabei wird der Korken aus verschiedenen Korkschichten hergestellt, wobei zum Teil die letzte Schicht mit Parafin versiegelt wird, damit der Champagner nicht mit dem Korken in Verbindung gerät und dann eventuell "korkt". Um den Halt des Korkens in der Champagnerflasche zu garantieren, wird dieser zusätzlich mit Agraffe und Deckel gesichert.

Interessanterweise, und eigentlich hatte ich das Thema Korken nur deshalb begonnen, hat kurioserweise die Stadt Troyes, von oben gesehen, die Form eines Korkens.

Im Zentrum der Champagne und dann auch noch diese Form....unvorstellbar, aber wahr....

Troyes wurde bereits im Jahre 63 unter dem Namen Tricassium erwähnt. Die Stadt wurde errichtet, weil sie auf der Route zwischen Mailand und Boulogne-sur-Mer und vor allem an der Seine strategisch günstig lag. Und es waren immer unruhige Zeiten, so daß die Stadt im 3.Jahrhundert eine Stadtmauer erhielt. Ab dem 12.Jahrhundert erlebt die Stadt einen immensen wirtschaftlichen Aufschwung, der die Bautätigkeit ankurbelt, Feuchtgebiete an der Seine werden für Bebauung trockengelegt. Dann werden noch einmal neue Stadtmauern errichtet und zusätzlich das Flussbett der Seine verlegt. Jetzt war die Form des Champagnerkorkens erreicht.

Ob da jemand aus der Höhe/Himmel Zeichen gegeben hat, damit die Form dann auch stimmt?

Troyes ist eine wunderschöne alte Stadt mit vielen Fachwerk-und Prachtbauten, vielen Kirchen/Kathedralen. Ich hab mir heute die imposante Kathedrale Saint-Pierre Saint-Paul angesehen, deren Stützpfeiler im Innern sicher 3m Umfang maßen.

Zudem wollte ich in das Musée d'Art Moderne. Bis in den Skulpturengarten bin ich gekommen, dann schloß das Museum wegen Mittagspause.

Hier tickt die Uhr schon anders, es gibt auch viele Läden, die Mittags geschlossen sind.

Also bin ich ein wenig durch die Straßen marschiert und hab mich an der Architektur erfreut. Erwähnenswert wäre die Ruelle des Chats, in die Häuser so dicht standen, dass die Katzen von einer zur anderen Seite springen konnten.

Zu guter Letzt gibt es in Troyes eine berühmte Frauenskulptur mit Hut, zu der ich mich auf die Bank setzen wollte, um ihr hallo zu sagen und mich mit ihr ablichten zu lassen....aber da war mein Akku alle. Also hab ich kein Foto für euch, googelt es oder fahrt selbst hin.

Heute Abend bin ich nach gut 320 km Autofahrt in einem kleinen Örtchen an der Loire gelandet. Auf der Fahrt dahin hab ich mir extra die Musik des vermutlich bald neuen Künstlersterns L.zwo reingezogen. Selbst mein Bus hoppelte auf den Beats mit. Auf dem Stellplatz klärte mich mein 82 Jahre alter Nachbar auf die Frage, ob es hier eine Kasse für Bezahlung gibt, über das Leben der Adligen hier an der Loire und über unbedingt zu besuchenden Orte an der Atlantikküste auf. Er behauptete von sich selbst, dass er Frankreich besser als die Franzosen kennen würde. Aufgrund der Einzelheiten, mit denen er mich überschüttet hat, nahm ich ihm das auch ab.

 
 
 

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